Aus der Geschichte des Rittergutes in Irfersgrün

Die Gründung des Rittergutes geschah mit der Kolonisation des Ortes „Irfersgrün“ zwischen 1200 und 1250. Seit je her stand das Dorf und das Kirchspiel in enger Verbindung mit dem Rittergut oder dem „Herrenhof“, wie er auch genannt wurde. Die Einwohner von Irfersgrün wurden als „Untertanen“ bezeichnet.

Seit etwa 1550 hatte die Jeweilige Besitzer Erb-, Lehns- und Patronatsrecht. Sie waren „Schriftsässig“, das heißt Sie konnten die Niedere Gerichtsbarkeit ausüben. Bei der Aufteilung des Grund und Bodens zu Zeit der Kolonisation des Vogtlandes wurde das Anzulehnende Rittergut mit 10 Königshufen ( etwa 350 ha ) bedacht. Das war ungefähr das 10 fache, was ein einfacher Siedler für sich und seine Familie erhielt.

Der Älteste dem Namen nach bekannte Besitzer des hiesigen Rittergutes wird in einer Urkunde vom 24.06.1274 als Eberhartus von Ehrenphorsgrüne erwähnt. In seiner Lagen wechselvollen Geschichte wechselten rund 30 mal die Besitzer des Rittergutes.

Seit dem 21.05.1805 gehört das Rittergut dem Geschlecht der „von Arnim“ an. Der letzte Besitzer war seit 1920 Baron Sigurd Alom Erik von Arnim. Er wurde 1945 nach Kriegsende in ein Internierungslager auf die Insel Rügen gebracht, wo er an Lungenentzündung verstarb. Das Rittergut wurde im Verlauf der Bodenreform 1945 unter landlose Bauern aufgeteilt.

Es war später volkseigenes Gut (VEG) und Ausbildungsstätte für Mähdrescherfahrer. Heute ist das unter Denkmalschutz stehende Rittergut Irfersgrün ein beliebtes Ausflugsziel für eines jeden Besuchers, der sich im Rittergut wie in der Zeit der alten Rittersleut zurückversetz fühlt.

 

Rittergut